Ressourcenplanung
Ressourcenkalender für Veranstaltungstechnik: Crew und Fahrzeuge über mehrere Jobs planen
Der Projektkalender zeigt, wann eine Produktion stattfindet. Der Ressourcenplan beantwortet die nächste Frage: Welche Menschen und Fahrzeuge sind wann gebunden, und was ist noch offen?
Zwei Blickrichtungen für dieselbe Produktionswoche
Eine Produktion kann im Projektkalender vollständig aussehen, obwohl noch eine Lichtposition fehlt. Umgekehrt kann jeder einzelne Job besetzt sein und trotzdem dieselbe Person zur gleichen Zeit an zwei Orten stehen. Deshalb brauchst du sowohl den Blick auf die Produktion als auch auf die einzelne Ressource.
Im SAVIE-Ressourcenplan kannst du zwischen Produktionen, Ressourcen, Agenda und Monatsübersicht wechseln. Die Frage entscheidet über die Ansicht: Für die Vollständigkeit eines Aufbaus beginne bei der Produktion. Für die Auslastung einer Person über mehrere Jobs beginne bei der Ressource.
Bei der Produktion: Bedarf und Zusagen auseinanderhalten
Stelle den relevanten Zeitraum ein und filtere auf das Projekt oder den Jobtitel. Prüfe dann die aktiven Rollen: Wie viele Schichtplätze werden gebraucht, wie viele sind bestätigt und welche Antworten stehen noch aus? Eine Anfrage ist noch keine Zusage, auch wenn der Name bereits im Plan sichtbar ist.
Der Demo-Aufbau im Screenshot zeigt fünf von sechs bestätigten Schichtplätzen. In Lighting ist eine Person bestätigt und eine weitere angefragt. Der offene Platz bleibt damit eine konkrete Aufgabe für die Disposition. Die ausgewiesenen Rollenzeitfenster beschreiben die Planung und sind keine individuellen Anwesenheitsnachweise.

Bei der Ressource: Überschneidungen im Zusammenhang lesen
Wechsle anschließend in die Ressourcenansicht. Dort siehst du Buchungen und Sperrzeiten entlang einer gemeinsamen Zeitachse. Besonders bei parallelen Produktionen wird dadurch klarer, ob eine Person bereits gebunden ist oder nur mehrere Anfragen erhalten hat.
SAVIE unterscheidet konkrete Zeitkonflikte und mögliche Überschneidungen, bei denen Zeiten oder Status genauer geprüft werden müssen. Ein Hinweis ist der Einstieg in die Prüfung: Öffne die betroffenen Buchungen, kontrolliere die tatsächlichen Zeitfenster und kläre den Einsatz mit den Beteiligten. Verschiebe nicht einfach einen Balken gedanklich, während die ursprüngliche Zusage bestehen bleibt.

Eine leere Zeile ist noch keine Zusage
Keine sichtbare Buchung bedeutet zunächst nur, dass für die gewählte Ansicht keine passende Buchung angezeigt wird. Prüfe deshalb auch Zeitraum und aktive Filter, bevor du daraus Verfügbarkeit ableitest. Ausgeblendete Status oder andere Projekte können das Bild verändern.
Zusätzliche Signale wie Abwesenheiten, Sperrzeiten oder als belegt synchronisierte Kalenderzeiten ergänzen die Planung, soweit sie für die Person und den Arbeitsbereich vorliegen. Sie machen aus einer freien Lücke keine verbindliche Zusage. Die Bestätigung des konkreten Einsatzes bleibt ein eigener Schritt.
- Ist der gesamte benötigte Zeitraum sichtbar, einschließlich Auf- und Abbau?
- Sind relevante Projekte, Personalgruppen und Buchungsstatus eingeblendet?
- Gibt es Sperrzeiten oder Abwesenheiten, die berücksichtigt werden müssen?
- Ist eine Person tatsächlich bestätigt oder wurde sie erst angefragt?
Fahrzeuge und Puffer in dieselbe Prüfung aufnehmen
Ein Crewplan allein löst noch keine Transportfrage. Prüfe zusätzlich, welches Fahrzeug zum Aufbau fährt und wann es für den nächsten Job wieder bereitsteht. Im Ressourcenplan lassen sich Fahrzeugbelegungen und Produktionsphasen mitbetrachten; die eigentliche Transportplanung erfolgt im Fuhrpark beziehungsweise am Job.
Entscheidend ist das vollständige Belegungsfenster. Eine Fahrzeugrückkehr am Abend kann von der Wiederverfügbarkeit nach Entladen und Vorbereitung abweichen. Bei Personal sollten Reise- und Übergabezeiten ebenfalls ausdrücklich abgestimmt werden. Ein Kalender ohne sichtbare Überschneidung garantiert noch keinen praktisch machbaren Ortswechsel.
Ein kurzer Kontrollablauf für jede Planänderung
Eine Änderung am Showbeginn betrifft häufig mehrere Teile der Produktion. Prüfe zuerst die betroffene Rolle und ihre Besetzung, dann die anschließenden Jobs der Personen und schließlich die Transporte. Halte fest, wer die Änderung mit der Crew abstimmt. So wird aus einer Kalenderansicht ein nutzbarer Ablauf für die Disposition.
Für kleine Einzelproduktionen kann eine sauber gepflegte Tabelle reichen. Der gemeinsame Ressourcenplan wird besonders interessant, sobald ihr dieselben Menschen und Fahrzeuge über mehrere Produktionen hinweg disponiert. Die Crew-Einsatzplan-Vorlage unten hilft, eure heutigen Pflichtangaben vor einer Demo zu strukturieren.
| Prüfung | Konkrete Frage |
|---|---|
| Produktion | Welche Rollen und Phasen ändern sich? |
| Besetzung | Welche Zusagen sind betroffen und was bleibt offen? |
| Ressourcen | Welche vorherigen oder folgenden Jobs überschneiden sich? |
| Transport | Passen Fahrer, Fahrzeug und Wiederverfügbarkeit weiterhin? |
| Übergabe | Wer informiert die Crew und prüft die Rückmeldungen? |